NESPOS - Science in Motion
NESPOS (Pleistocene People and Places) ist die erste weltumspannende wissenschaftliche Plattform zur frühen Menschheitsgeschichte. In ihr werden alle wichtigen Daten rund um Neanderthalerfunde und Fundstellen gespeichert. Träger von NESPOS ist die internationale NESPOS Society e.V. mit Sitz im Neanderthal Museum.
NESPOS ermöglicht den Zugang zu 3D-Scans wie beispielsweise CT-Scans, Oberflächen-Scans und hochauflösende Fotos von Humanfossilien und Artefakten. Das Projekt wird hauptsächlich durch Mittel des Fördervereins Neanderthal Museum e. V. sowie der Stiftung Neanderthal Museum finanziert.
Was bietet NESPOS?
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Im Softwarepaket VisiCore, das speziell für NESPOS programmiert wurde und dessen Nutzung im Mitgliedsbeitrag enthalten ist, können die gespeicherten Funde geöffnet und bearbeitet werden. Dadurch wird der direkte Kontakt mit hochsensiblen Originalen wie Humanfossilien oder Werkzeugen aus organischem Material auf ein Minimum reduziert. NESPOS leistet somit einen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes.
NESPOS wurde im Rahmen des EU-Projektes TNT (The Neanderthal Tools) entwickelt. Insgesamt acht Partner waren an TNT beteiligt. Neben dem Neanderthal Museum als Initiator des Projektes zählten zum Konsortium sowohl andere europäische Museen wie das Königliche Institut für Naturwissenschaften in Brüssel, das kroatische Museum für Naturgeschichte in Zagreb, die Universität von Poitiers als auch renommierte Partner aus dem Bereich Medientechnologie und Software- Entwicklung wie ART+COM Berlin (Konsortiumführer), PXP Austria Wien, Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik Potsdam sowie National Geographic Deutschland als Medienpartner.
Im Rahmen von TNT wurde eine bisher einmalige Digitalisierung europäischer Neanderthalerfunde durchgeführt. Gescannt wurden über 600 Fossilien und Artefakte aus Belgien, Kroatien, Frankreich und Deutschland. Seitdem wurden der Datenbestand von NESPOS kontinuierlich durch Archäologen und Anthropologen aus der ganzen Welterweitert.
Am NESPOS Projekt sind Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger, Marcel Bradtmöller M.A., Dr. Andreas Pastoors und Astrid Slizewski M.A. beteiligt. Alle Daten aus den laufenden Forschungsprojekten des Neanderthal Museums werden über NESPOS verwaltet und zugänglich gemacht.
TV-Beitrag über NESPOS
Das Wissenschaftsmagazin "nano" (3sat) berichtete 2008 über das Forschungsprojekt NESPOS. In der 3sat-Mediathek ist der Bericht archvieviert:
- 3 sat - "nano" Sendung vom 30.09.2008. Hier gelangen Sie zum Online-Video.
Ebenfalls präsent war Nespos in folgenden Sendungen:
- ZDF - "Drehscheibe Deutschland" Sendung vom 18.12.2008.
- WDR - "Lokalzeit aus Dortmund" Sendung vom 12.12.2009.

