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Wegbeschreibung



Neanderthal Museum
Talstraße 300
40822 Mettmann
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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten für Museum und Fundstelle:
Di. bis So. 10–18 Uhr.
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Der Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum


Dieser kulturelle Wandel, der sich vor etwa 40.000 in Europa vollzog, gehört zu den zentralen, internationalen Themen der Eiszeitforschung. Das Neanderthal Museum ist mit mehreren Projekten hier aktiv.


Der Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum in Südwesteuropa. Modelluntersuchungen zur Steingerätetechnologie.
Das Projekt versucht beispielhaft die technologischen Veränderungen bei der Herstellung von Steingeräten in dem kritischen Zeitbereich zu analysieren. Dabei konzentriert es sich räumlich auf eine Kernregion der Paläolithforschung mit außergewöhnlich hoher Datendichte. Fundmaterial aus den Fundstellen Portel Ouest, El Castillo, Morin, Labeko Koba, Arbreda und Abric Romani bildet den Ausgangspunkt der Untersuchung.

Ein Schwerpunkt ist die quantitative Erfassung mittelpaläo- lithischer Abschlagtraditionen in der jungpaläolithischen Klingentechnologie des Châtelperronien und des Aurignacien. Dass auch im Aurignacien noch Abschläge als Grundformen für Werkzeuge genutzt wurden, ist unbestritten aber bisher nicht eingehend untersucht. Um eine Vorstellung von der Geschwindigkeit des kulturellen Wandels zu gewinnen, sollen hierzu erstmals umfassende, quantitative Daten erhoben werden.

Mit Hilfe der Arbeitsschrittanalyse wird im Projekt ein einfaches Aufnahmeverfahren entwickelt, das aussagefähige und reproduzierbare Daten liefert, um Unterschiede in der Konzeptionen der Steinbearbeitung quantitativ erfassen zu können. Gleichzeitig wird Veränderungen der Rohmaterialauswahl nachgegangen.

Mit der quantitativen Erfassung und Auswertung von Daten zur Grundproduktion, zum Rohmaterial und zur Landschaftsnutzung am Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum wird erstmals ein mehrdimensionaler Ansatz zur Klärung des technologischen Wandels versucht. Da er in einer Kernregion der Paläolith- forschung durchgeführt wird, ist zu erwarten, dass durch das Projekt Ergebnisse gewonnen werden, die als Modell für vergleichbare Untersuchungen in anderen Regionen Europas dienen können. Das Projekt wird seit April 2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Jabrud II
Das Fundmaterial von Jabrud II wurde bereits mehrfach untersucht. Die erste Bearbeitung der Inventare wurde vom Ausgräber Alfred Rust im Jahre 1950 unter dem Titel „Die Höhlenfunde von Jabrud (Syrien)“ vorgelegt. In der Folgezeit wurden die Artefakte mehrfach neu bearbeitet, wobei jeweils unterschiedliche Aspekte im Vordergrund standen. In den Arbeiten von D. Ziffer (Ziffer 1981) und J. Bakdach (Bakdach 1982) wurde ein besonderes Augenmerk auf das Jungpaläolithikum von Jabrud II geworfen. Die unteren sechs Fundschichten mit dem Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum wurden bislang wenig beachtet und sind nun Gegenstand einer technologischen Neuuntersuchung durch das Neanderthal Museum.
Demnach ist in Jabrud II ein Wandel der Konzepte zur Abschlaggewinnung zu erkennen. Im unteren Teil des Schichtpakets wurden Abschläge, Klingen und Spitzen durch das sog. Levalloiskonzept hergestellt, im oberen dagegen Klingen und Lamellen durch das sog. Klingenkonzept. Interessanterweise befindet sich zwischen diesen beiden Paketen eine Schicht in der beide Konzepte angewendet wurden und den Übergang markiert.