Name: Dr. Andreas Pastoors
Abteilung: Wissenschaft
Funktion: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: 02104.9797-55
E-Mail: Mailkontakt

Vita
Geboren am 18. Juli 1965 in Essen. Zunächst Studium der Mathematik an der Gesamthochschule Essen, dann Ur- und Frühgeschichte, Geologie und Pädagogik in Köln. Promotion in Köln 1997. Habilitand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Langjährige Ausgrabungs- und Forschungstätigkeit im Inland sowie in Ägypten, Frankreich, Italien, Syrien, Spanien, Tadschikistan, Tschad und Ukraine. Dabei unter anderem Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) mit zweijährigem Aufenthalt in Frankreich.
Von 1994-2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. Seit 1996 Durchführung verschiedener Forschungsprojekte am Neanderthal Museum.
Dozent am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Autor und Herausgeber zahlreicher Schriften zur Steinzeitarchäologie (Felsbilder, Landschaftsarchäologie und Technologie der Steinbearbeitung).

Schriftenverzeichnis
Wissenschaftliche Projekte

Laufende Arbeiten:

seit 2013 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des DFG-Forschungsprojekts Tracking in Caves. Lebensbilder eiszeitlicher Höhlenkünstler. Modelluntersuchungen zur Aktivitäten in Höhlenräumen im Kontext der Wandkunst.

seit 2013 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des Forschungsprojekts zur Untersuchung möglicher eiszeitlicher Kunst in der Mäanderhöhle (Bamberg).

seit 2012 Wissenschaftliche Mitarbeit beim Forschungsprojekt zur Analyse eiszeitlicher Felskunst auf Sizilien (Grotta del Genovese).

seit 2012 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des DFG-Forschungsprojekts Kommunikation und Ressourcennutzung. Modelluntersuchungen zu Raumkonzepten magdalénienzeitlicher Wildbeuter.

seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeit beim DFG-Forschungsprojekt zur Nutzung von Höhlen mit Felskunst im Süden der Iberischen Halbinsel (Ardales).

seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeit beim DFG-Forschungsprojekt zum Mittelpaläolithikum auf der Iberischen Halbinsel (Las Palomas).

seit 2010 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des Forschungs- und Grabungsprojekt zum Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum am Südrand der Alpen (Italien).

seit 2006 Administration der Internetdatenbank NESPOS (Pleistocene People and Places).

seit 2003 Wissenschaftliche Begleitung der Ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger im Kreis Mettmann - Erkennen und Verstehen von Steinartefakten.

seit 1988 Dokumentation der Wandkunst, Prospektionen, Ausgrabungsarbeiten, Analyse der Grabungsfunde und wissenschaftliche Beratung als Mitglied der Arbeitsgruppe um die Höhlen des Volp – Tuc d’Audoubert, Les Trois-Frères und Enlène, Association Louis Bégouën, Montesquieu-Avantès (siehe unten).

Abgeschlossene Arbeiten:

2011-2014 Aufbau des 3D-Scanlabors im Neanderthal Museum.

2007-2011 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des DFG-Forschungsprojekts Der Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum in Südwesteuropa. Modelluntersuchungen zur Steingerätetechnologie am Neanderthal Museum.

2007-2009 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des Forschungs- und Grabungsprojekts in der Cueva Morín (Kantabrien, Spanien).

2005 Wissenschaftliche Koordination der Voruntersuchungen in der Blätterhöhle (Hagen).

2005 Mitarbeit im Datenbankprojekt TNT (The Neanderthal Tools).

2001-2005 Konzeption und wissenschaftliche Durchführung des DFG-Forschungsprojekts Paläolithische Wandkunst und Siedlungsverhalten in Höhlensystemen am Neanderthal Museum.

2001-2003 Konzeption und wissenschaftliche Bearbeitung der Sammlung Wendel, dem Bildarchiv zur franko-kantabrischen Höhlenkunst im Neanderthal Museum, Mettmann.

1999-2001 Untersuchung zu den technologischen Konzepten der Grundformproduktion im Joint Research Programm (INTAS) Middle Palaeolithic Blade-Industries, Settlement Patterns, Chronostratigraphy and Palaeoenvironment of the Last Two Glacial Cycles. A Comparative Study between Central Asia and Europe an der Humboldt-Universität zu Berlin.

1999-2000 Dokumentation und Analyse der Felskunst auf dem Ägyptischen Kalksteinplateau im Sonderforschungsbereich 389 ACACIA im Heinrich-Barth-Institut an der Universität zu Köln.

1998-2000 Ausgrabungen der Siedlungsfunde des Magdalénien in den Höhlenheiligtümern Les Trois-Frères und Tuc d’Audoubert (Ariège), Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

1996-1998 Analyse der mittelpaläolithischen Fundstellen im Tal des Riera de Mediona im DFG-Forschungsprojekt Paläolithische Besiedlung der Travertine von San Quintin de Mediona (Spanien) am Neanderthal Museum, Mettmann.

1992-1993 Merkmalanalytische Aufnahme der Steinartefakte insbesondere die Anwendung der Arbeitsschrittanalyse der bifaziellen Werkzeuge im Projekt Der G-Schichtenkomplex der Sesselfelsgrotte an der Universität zu Köln.

1992-1993 Wissenschaftliche Bearbeitung der mittelpaläolithischen Fundstellen und der jungpaläolithischen Kunst im Projekt Archäologische Talauenforschung im Rheinischen Braunkohlerevier an der Universität zu Köln.

Laufende und abgeschlossene Arbeiten in den Höhlen des Volp:

seit 2013 Publikationsprojekt: Bégouën, Robert; Clottes, Jean; Pastoors, Andreas. Modalité d’occupation de la caverne d’Enlène.

2014 Publikationsprojekt: Bégouën, Robert; Clottes, Jean; Feruglio, Valérie; Pastoors, Andreas (2014). La caverne des Trois-Frères. Anthologie d’un exceptionnel sanctuaire préhistorique. Paris. Somogy.

2009 Publikationsprojekt: Bégouën, Robert; Fritz, Carole; Tosello, Gilles; Clottes, Jean; Pastoors, Andreas; Faist, François (2009). Le sanctuaire secret des bisons. Il y a 14 000 ans dans la caverne du Tuc d’Audoubert ... Paris: Somogy.

2005-2010 Aufnahme der Geländeoberfläche oberhalb der Volp-Höhlen zur Lokalisation potentieller prähistorischer Eingänge.

2003-2004 Abschließende Feldarbeiten zum Publikationsprojekt: Monographie über Tuc d'Audoubert.

2002 Ausgrabung im Abri de Rhinocéros (Tuc d'Audoubert).

2001 Ausgrabung im Diverticule A05 und am Balcon II und Balcon III (Tuc d'Audoubert).

2000 Ausgrabung in der Galerie du Bouquetin (Tuc d'Audoubert).

1999 Ausgrabung im Diverticule des Dessins, am Balcon I (Tuc d'Audoubert) und in der Chapelle de la Lionne (Les Trois-Frères).

1994-1998 Ausgrabung im Salle du Cheval Rouge (Tuc d'Audoubert).

1992-1993 Dokumentation der Felskunst im Diverticule des Claviformes (Tuc d'Audoubert).

1988-1991 Ausgrabung im Salle du Foyer (Les Trois-Frères).

Gremien und Preise

Gremien:

seit 2014 Mitglied der Kommission für prähistorische Kunst in der Union Internationale des Sciences Préhistoriques et Protohistoriques (UISPP).

seit 2013 Wissenschaftlicher Beirat der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft.

seit 2011 Wissenschaftlicher Beirat der Hugo Obermaier Gesellschaft.

seit 2008 Mitglied im Archaeological Sites Network des Europäischen Parlaments.

Preis:

2014 Bernd Breuckmann Award - Sonderpreis. Digitalisierung eiszeitlicher Fußabdrücke in der Höhle Pech-Merle.